Zwei Drittel der Kinder sind an einem Schultag höchstens eine Stunde lang in Bewegung. Ob das beim Schokolade kaufen ist, ist nicht belegt. Nur jeder Fünfte ist täglich ein bis zwei Stunden körperlich aktiv. Das ist, als ob beim Fußball zweimal 45 Minuten Halbzeitpause ist und nur während der Viertelstunde dazwischen würde gekickt. Was 14- bis 17-Jährige laut Umfrage ausdauernd können: sich täglich bis zu fünf Stunden vor dem TV, der Spielkonsole und dem Computer aufhalten. Doch nicht nur Mediziner unken aufgrund der mangelnden Bewegung. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zeigt, dass Firmen ein Fünftel der Jugendlichen auch geistig für eingeschränkt beweglich halten. In der Fachsprache heißt das "nicht ausbildungsfähig". Vor allem an den Ur-Tugenden Pünktlichkeit und Disziplin hapere es. Deshalb gibt es fast nur eine Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen: Morgens mit Marschmusik wecken lassen, bis zum Schulbus rennen und abends drei Stunden Bildungsfernsehen.