Länder wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Sachsen hätten bereits reagiert. Die Staatliche Vogelschutzwarte Buckow (Havelland) schätzt den Nilgans-Bestand im Land aktuell auf weit mehr als 100 Brutpaare. 2009 waren es laut Brandenburger Brutvogelatlas noch 25. Problematisch sei die Nilgans (Alopochen aegyptiacus), weil sie in ihrem Territorium keine anderen Vögel duldet, erklärte Erstling. In Brandenburg sei sogar bei Werder/Havel beobachtet worden, wie Nilgänse im vergangenen Jahr Weißstörche aus ihrem Nest vertrieben.

Nach Angaben des Naturschutzbundes brütet die eingewanderte Vogelart teils im Schilf, aber auch in den Nestern fremder Vögel. Mit bis zu drei Kilogramm ist sie etwa doppelt so schwer wie der Storch und kann sich entsprechend durchsetzen.