Vor allem der örtliche Markt sei für den Honigverkauf unverzichtbar.
Thüringens Imker mussten indes seit Herbst vergangenen Jahres wegen der aus Asien eingeschleppten Milbenkrankheit Varroatose den Verlust von einem Drittel ihrer Bienenvölker hinnehmen. Auch in Sachsen-Anhalt fielen dem Parasit weit über 3300 Bienenvölker zum Opfer.
Im Durchschnitt lieferte 2002 jedes Bienenvolk in Sachsen 18 Kilogramm Honig. Dieses unter dem Bundesdurchschnitt liegende Ergebnis habe seine Ursachen in der kühlen Witterung des Vorjahres, sagte Richter. Zudem seien in Sachsen unter anderem wegen der großen Waldflächen des Erzgebirges die Erträge traditionell niedriger als andernorts. Richter rechnet für 2003 nochmals mit einer schlechten Ertragslage.
Die Milbenkrankheit Varroatose vernichtete seit dem Herbst jedes vierte Bienenvolk im Land. Auch wenn es teilweise Totalverluste gab, werfe kaum einer der Bienenhalter das Handtuch, zeigte sich der Vereinschef optimistisch. Er lobte die Unterstützung des Freistaates. Aus Landesmitteln wurden Medikamente zur Milben-Bekämpfung finanziert. Dazu komme eine Investitionsförderung für neue Imker.
Durch das Sommerhochwasser des vergangenen Jahres wurden 370 Bienenvölker vernichtet. Richter nannte die Solidarität von Vereinen aus Sachsen und Deutschland riesig. Alle Hilfsangebote hätten nicht einmal angenommen werden können. Der Landesverband weist seit Jahren eine leicht steigende Mitgliederzahl auf. Der Tiefpunkt nach der Wende wurde 1992 mit gerade einmal 2500 Imkern von einst mehr als 9000 erreicht. Gegenwärtig gibt es landesweit knapp 3000 Bienenhalter mit etwa 31 000 Völkern.