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Im Wald wird's wieder brenzlig

Das Blätterdach fehlt: In Nordsachsen gilt die Warnstufe 4.
Das Blätterdach fehlt: In Nordsachsen gilt die Warnstufe 4. FOTO: dpa
Potsdam/Dresden. Die Trockenheit sorgt für anhaltende Waldbrandgefahr in Brandenburg und Sachsen. In allen Landkreisen Brandenburgs galt für Dienstag die Stufe drei (mittlere Gefahr). dpa/roe

Das teilte das Umweltministerium am Montag in Potsdam mit. "Das ist für die Jahreszeit schon beachtlich", sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade.

Mit jedem Sonnentag steige die Gefährdung, erläuterte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landesforstes, Raimund Engel. Jede Sonnenstunde trockne das Gras vom Vorjahr weiter aus. Im Moment mache sich das aber noch nicht über eine höhere Gefahrenstufe bemerkbar.

Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern ist laut Ministerium die Region mit der höchsten Waldbrandgefahr in Deutschland. Die EU führe die Waldflächen Brandenburgs wie die Wälder Griechenlands, Spaniens, Portugals und Südfrankreichs in der höchsten Gefährdungsstufe. "Die Kiefer brennt aufgrund des hohen Harzgehalts sehr gut", erläuterte Sprecher Schade. Der Sandboden sei auch nach Niederschlägen schnell wieder trocken.

In Sachsen ist die Gefahr zum Teil noch größer. In weiten Gebieten des Landkreises Nordsachsen bestand am Dienstag die zweithöchste Warnstufe 4. Für den Rest des Landes mit Ausnahme eines kleinen gelben Flecks nahe der tschechischen Grenze südlich von Dresden gilt Warnstufe 3 und damit "mittlere Gefahr".

"Da das schützende Blätterdach fehlt, gehen die Sonnenstrahlen direkt auf den Waldboden", erklärte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst. "Das trockene Laub aus dem Vorjahr entzündet sich sehr schnell." Das werde unterschätzt.