Ohne eine Einigung könne man von einer massiven Ausweitung der Ausstände ausgehen, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, am Montag in Potsdam.

Begleitet von lautstarken Protesten von Beschäftigten trafen dort Arbeitgeber und Gewerkschaften zur zweiten Verhandlungsrunde zusammen. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn für die zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Auszubildende sollten übernommen werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte, er hoffe auf erhebliche Fortschritte. "Ich hoffe, dass die Gewerkschaften einsehen, dass ihre Forderungen überzogen sind und man sich annähert", sagte der CDU-Politiker.

Gewerkschaftschef Bsirske hielt mit Blick auf die öffentlichen Milliardenüberschüsse dagegen: "Dem Staat ist es noch nie so gut gegangen wie im letzten Jahr." Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, entgegnete: "Ganz vielen Kommunen geht es richtig schlecht, auf die müssen wir Rücksicht nehmen."