. .

Ja, unser Wunschgroßelterndienst sucht Senioren, die die Rolle der Wunsch-Oma oder des Wunsch-Opas annehmen würden. Das ist nicht so einfach. Dabei besteht auch in Cottbus großer Bedarf bei Familien mit Kindern.

Worin ist hierbei die Innovation zu sehen?

In einem neuen Veranstaltungsformat, dem Freiwilligencafé. Hier wollen wir ganz gezielt jene Wunschgroßeltern suchen. Wir haben uns gefragt, wie wir Senioren besser ansprechen können. Und herausgekommen ist das „Kaffee-Kränzchen“. Hier werden wir das Vorhaben erklären. Wunschgroßeltern sollen über ihre „neue Familie“ erzählen und neugierig machen.

Warum gibt es zurzeit nur wenige Interessenten unter den Senioren?

Weil das Projekt einerseits noch nicht so bekannt ist. Andererseits, weil es auch Verantwortung bedeutet, für eine Familie Opa und Opa zu werden. Für mich ist das wie eine Art Familienzusammenführung. Die Großeltern müssen ihr Leben völlig umstellen. Das ist etwas anderes, als Übungsleiter zu sein.

Wie wollen Sie jetzt bei den Freiwilligencafés an Fahrt gewinnen?

Ich stelle mir vor, dass wir pro Jahr drei neue Standorte finden – etablierte Cafés, aber auch Betriebe, die ihre Ruheständler betreuen. Dort würden wir natürlich Wunschgroßeltern mitnehmen.

Wie viele Großeltern auf Zeit gibt es in Cottbus?

Neun feste Paare und ein Paar in der Probezeit. Sechs Familien warten noch auf Oma und Opa. Und denen wollen wir recht bald den Wunsch erfüllen.