IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte am Donnerstag in Berlin, jede Spaltung des Arbeitsmarktes solle vermieden werden. "Wir wollen keine Lohnkonkurrenz zu anderen Arbeitsuchenden", sagte Hofmann. Daher sollten tarifliche Entgelte gezahlt werden.

Das "Integrationsjahr" solle von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördert werden und auf bereits vorhandenen Programmen aufsetzen, die etwa Eingliederungszuschüsse von bis zu 50 Prozent des Lohns für den Arbeitgeber vorsehen. Der deutsche Arbeitsmarkt könne auch einen Andrang von Flüchtlingen wie im Vorjahr "sehr wohl verarbeiten - gute Qualifizierung vorausgesetzt", sagte Hofmann.

Das Modell umfasse daher neben einem Arbeitsplatz auch Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge. Qualifizierung und Job könnten "betriebsnah kombiniert" werden. Denkbar sei eine Vier-Tage-Woche mit reduziertem Entgeltanspruch: vier Tage bezahlte Arbeit und ein Tag Sprachkurs.