An der Grenze zum Auge des Wirbelsturms werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern gemessen, teilte das US-Hurrikanzentrum in der Nacht zum Montag (Ortszeit) mit. Das Auge bewegt sich in langsamem Tempo nordwärts und wird voraussichtlich zwischen den beiden Großstädten Tampa und Orlando hindurchziehen, wie der Sender ABC berichtete.

In einem Landkreis an der Golfküste Floridas wurden die Polizisten in ihre Wachen zurückgerufen, um nicht selbst verletzt zu werden. Der Sender warnte, es seien keine Einsatzkräfte unterwegs. Die Straßen im Landkreis Sarasota waren mit Trümmern übersät, der Sturm riss Straßenlaternen und Ampeln aus ihrer Verankerung.

In Miami hat Irma Überflutungen in der Innenstadt ausgelöst. Wassermassen wälzten sich durch die Straßen der Altastadt sowie durch das Bankenviertel Brickell, berichtete die ortsansässige Zeitung "Miami Herald". Auf zahlreichen Bildern und Videos war zu sehen, dass heftige Stürme das Wasser in die Stadt drückten und große Straßen zu reißenden Flüssen machten. Nach Angaben der Zeitung stand das Wasser in den Straßen bereits am Sonntagabend (Ortszeit) rund einen Meter hoch.