Das Kap liegt an der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua. In Honduras gaben die Behörden in den Küstenregionen Alarm.Der Wirbelsturm bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 33 Kilometern pro Stunde westwärts. Sollte er seine Richtung und Geschwindigkeit beibehalten, würde er nach Berechnungen der Meteorologen am Dienstag auf die Karibikküste an der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua treffen. Am Mittwoch könnte er Belize und die mexikanische Halbinsel Yucatán erreichen.

Seit Sonntag wurden Windgeschwindigkeiten von 270 Kilometern pro Stunde gemessen, in Böen war der Hurrikan noch stärker. Damit ist „Felix“ nach „Dean“ der zweite sehr gefährliche Hurrikan in der Region innerhalb von zwei Wochen. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums ist „Felix“ zwar ein sehr starker Hurrikan, jedoch relativ klein. Wind in Hurrikanstärke sei nur bis zu einem Abstand von 45 Kilometern vom Zentrum des Sturms gemessen worden, schrieb das Zentrum auf seiner Internetseite.

In Honduras und Nicaragua wurden Erinnerungen an den Wirbelsturm „Mitch“ vor neun Jahren wach. Damals waren Tausende Menschen ums Leben gekommen. In Honduras begannen die Vorbereitungen für Evakuierungen. Die Behörden betonten, es stünden Notunterkünfte für 10 000 Menschen zur Verfügung. Gefürchtet sind nicht nur die zerstörerische Kraft der Hurrikan-Winde, sondern auch Überschwemmungen durch heftige Regenfälle.

Noch am 1. September war „Felix“ als Tropensturm eingeordnet worden. Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia erklärte die schnelle Hochstufung zum Wirbelsturm der höchsten Kategorie mit den besonderen Bedingungen der Karibik: „Es passte einfach alles zusammen – das Wasser ist sehr warm mit Temperaturen bis nahe 30 Grad, und es gibt überhaupt keine störenden Höhenwinde, die den Verstärkungsprozess bremsen könnten.“

Hinzu komme, dass „Felix“ für einen solchen Wirbelsturm sehr klein sei. „Große Wettersysteme müssen sich sozusagen erst einmal sammeln und auf ein Zentrum konzentrieren, das brauchte „Felix“ nicht“, erläuterte Sävert. „Wenn der Hurrikan nicht noch etwas nach Nordwesten eindreht, droht in Honduras erneut eine Katastrophe“, sagte der Meteorologe.

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