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| 01:10 Uhr

Hunderttausende Pendler zu spät zur Arbeit

Berlin.. Deutschlands Lokführer legten gestern bundesweit den Bahnverkehr lahm. Schwerpunkte waren die Ballungsräume Köln, München, Frankfurt/Main und Berlin.

In der Hauptstadt hatten die Gewerkschaften Transnet, GDBA und die Lokführergewerkschaft GDL gleichzeitig zu Protesten aufgerufen. Nach GDL-Angaben beteiligten sich bundesweit mehrere tausend Lokführer und Zugbegleiter an dem Ausstand.
In den Großstädten waren nicht nur der Nah- und Fernverkehr, sondern auch die S-Bahnen betroffen. Besonders der Berufsverkehr wurde in den Morgenstunden massiv behindert. Die meisten Störungen gab es zwischen sechs und 6.45 Uhr. In dieser Zeit standen nach Angaben von Bahn-Vorstand Klaus Juncker rund 800 Reise- und 200 Güterzüge still. Insgesamt fahren bei der Bahn in dieser Zeit normalerweise etwa 8000 Züge. Auf vielen Bahnstrecken ging gar nichts mehr. Hunderttausende Pendler kamen zu spät zur Arbeit, manche über eine Stunde. Der GDL gelang es aber nicht, wie angekündigt, den gesamten Zugverkehr lahm zu legen. Das befürchtete Chaos blieb aus. Allerdings normalisierte sich der Verkehr auch erst gegen Mittag langsam wieder.
In den meisten Fällen waren die Züge in den Bahnhöfen stehen geblieben. Vereinzelt mussten sich Bahnreisende aber auch auf freier Strecke gedulden. (dpa/ab)