Mehrere Hundert Menschen waren am Abend vor das Bürgerhaus gekommen, um sich von dem ermordeten Jungen zu verabschieden. Viele Menschen weinten. Die Stadt sowie die evangelische und katholische Kirche hatten die Gedenkfeier organisiert. Der Sechsjährige war Anfang Juli entführt worden. Am vergangenen Donnerstag hatte ein 32-jähriger Wachmann aus Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) die Tötung des Kindes gestanden. Elias' Leiche war einen Tag später entdeckt worden - vergraben in einer Kleingartenkolonie in Luckenwalde. Der 32-Jährige ist auch der mutmaßliche Mörder des vier Jahre alten Berliner Flüchtlingsjungen Mohamed. Er wird am Donnerstag nach islamischem Ritus in Berlin-Gatow beerdigt.

Im Rathaus von Luckenwalde (Teltow-Fläming) liegen Kondolenzbücher für die ermordeten Kinder aus. "Die Menschen haben richtig darauf gewartet, ihre Gefühle auszudrücken", sagte Pressesprecherin Sonja Dirauf. Die Kondolenzbücher werden später den Familien der beiden getöteten Jungen übergeben. In Luckenwalde soll in der Kleingartenparzelle, in der Elias' Leiche vergraben wurde, ein "Ort des Gedenkens" entstehen. Geplant ist, dort nun "Mohameds und Elias' Garten" zu gestalten.