Im gesamten Vorjahr wurden genau 1367 Mobiltelefone in den Haftanstalten aufgespürt, wie aus der Antwort der Justizverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU hervorgeht. Die Übersicht weist für 2015 eine noch etwas höhere Zahl aus: Damals wurden 1437 Handys konfisziert. Um illegale Telefonate zu unterbinden, werden laut Antwort sogenannte Mobilfunkblocker bislang lediglich im Haus 9 der Jugendstrafanstalt eingesetzt. Handys könnten aber auch mit Handsonden geortet werden. Ein solches Gerät koste zwischen 400 und 2000 Euro. Wie die Handys in die Anstalten kommen, sei überall gleich, hieß es. Die meisten Geräte würden über Zäune und Mauern geworfen. Zudem schmuggelten Besucher Handys ein. In "äußerst seltenen Fällen" würden aber auch Justizbedienstete und Rechtsanwälte die begehrte Kontaktmöglichkeit mitbringen. Besitz und Nutzung eines Handys im Justizvollzug gefährdeten erheblich die Sicherheit und seien verboten.