Im Freistaat Sachsen haben Beißattacken von Hunden auf Mensch und Tier stark zugenommen. Das zeigt eine Statistik des sächsischen Innenministeriums. Demzufolge schnappten die Vierbeiner im vergangenen Jahr insgesamt 541 Mal zu - knapp 50 Prozent dieser Attacken galten einem Menschen. Somit ist die "Beißrate" im Vergleich zum Vorjahr mit 395 Fällen um knapp 40 Prozent angestiegen.

Besonders oft zugebissen haben Mischlinge und andere Hunde, die nach gesetzlichen Vorgaben nicht als gefährlich eingestuft werden. Auskunft über die Zahl der Hunde in Sachsen konnte das Innenministerium nicht geben. "Im Freistaat werden nur gefährliche Hunde wie beispielsweise Pitbull Terrier registriert", sagt Pressereferentin Patricia Vernhold. Derzeit sind rund 200 gefährliche Hunde im Freistaat gemeldet.

In der Beißstatistik fallen sie jedoch nicht ins Gewicht: Von den gemeldeten Angriffen sind durchschnittlich nur vier Prozent auf gefährliche Hunderassen zurückzuführen. Die Beißattacken in Brandenburg hingegen sind leicht gesunken. Gab es 2013 noch 583 Beißvorfälle, schnappten bissige Vierbeiner 2014 nur noch 564 Mal zu.

Die Zahl der Beißvorfälle ist, mit leichten Schwankungen, seit dem Erlass der Hundehalterverordnung im Jahr 2004 in der Tendenz zurückgegangen, heißt es vom brandenburgischen Innenministerium. Registriert sind derzeit in Brandenburg rund 200 Hunde, die aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich gelten.

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