Die Tragödie ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 22 Uhr bei einer Familienfeier. Die Eltern hatten den Kinderwagen im Garten für kurze Zeit unbeaufsichtigt gelassen, als ihn der Familienhund - ein Husky-Schäferhund-Mischling - umstieß und sich auf das acht Wochen alte Mädchen stürzte. Obwohl der Notarzt sofort alarmiert wurde, konnte im Cottbuser Krankenhaus nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus leitete Ermittlungen gegen die Eltern wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ein. "Wir prüfen, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben", sagte Sprecher Horst Nothbaum.Der Hund befindet sich seit der Attacke im Cottbuser Tierheim. Er müsse nicht zwangsläufig eingeschläfert werden, sagte der Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Rupieper der RUNDSCHAU. Dies hänge davon ab, ob das Tier schon zuvor einmal auffällig geworden sei. Warum der Hund den Säugling angriff, können sich die Ermittler nicht erklären. "Vielleicht war das Tier eifersüchtig, weil es nach der Geburt des Kindes nicht mehr so viel Aufmerksamkeit von der Familie bekam", vermutet der Cottbuser Polizeisprecher Berndt Fleischer. Eig. Ber./rw/dpa Seite 7