Hübner war wegen der Vorwürfe gegen ihn fünf Jahre supendiert. Wegen seiner Verurteilung wurde die Neuwahl notwendig. Die Verurteilung aber schien ihm nicht zu schaden. Er erreichte 47,4 Prozent der Stimmen und verpasste die absolute Mehrheit knapp. Kerstin Nedoma kam auf 28,7 Prozent, der aus Berlin kommende SPD-Kandidat Ingo Schuster auf 18,2 Prozent. Keine Rolle spielten die beiden Einzelbewerber Thomas Leopold und Mario Wanke. Beide konnten so gut wie keine kommunapolitische Erfahrung vorweisen, im Gegensatz zu Nedoma, die als Fraktionsvorsitzende der Linken auch direkte politische Gegnerin von Hübner war und seit der letzten Kommunalwahl Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung ist. Ihr Stimmenanteil in den einzelnen Wahllokalen lag zwischen rund 20 und 34,5 Prozent, Hübners schlechtestes Ergebnis waren 37,7 Prozent, ansonsten erreichte er klar über 40 Prozent, in einigen Wahllokalen auch eine klare Mehrheit. Sein Spitzenwert lag bei 55,4 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 56,6 Prozent.

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