Von Harriet Stürmer

Am 13. Oktober findet der 9. Brandenburger Hospiztag in Frankfurt (Oder) statt. In rund 20 Workshops will sich die Veranstaltung dem Thema „Kunst und Tod“ nähern. Veranstaltungsort ist die Viadrina.

Es wird Matthias Kubes letzte große Aufgabe im Amt. Und er hat sich gut darauf vorbereitet. Ein hal­bes Jahr Zeit hat sich der scheidende Vorstand der Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) genommen, um das Programm für den 9. Brandenburger Hospiztag zusammenzustellen. Jetzt ist alles erledigt – und der 13. Oktober kann kommen.

Das Datum orientiert sich am Welthospiztag, der jedes Jahr am zweiten Sonnabend im Oktober begangen wird – anders als in Brandenburg, wo der Gedenk- und Aktionstag alle zwei Jahre ausgerichtet wird; und zwar stets an einem anderen Ort.

Diesmal hat sich die federführende Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Hospiz Brandenburg also Frankfurt (Oder) ausgesucht und mit der Wichern Diakonie ihren Kooperationspartner gefunden. Und es ist noch ein dritter Veranstalter mit an Bord – nämlich die Europa-Universität Viadrina, wo der Hospiztag unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auch stattfinden wird. Das Thema ist ungewöhnlich: „Kunst und Tod“. An die 20 Workshops werden sich damit beschäftigen. So gehe es unter anderem um den Tod in der Malerei, im Tanz oder im Film, erläutert Kube. Die Teilnehmer können etwa erleben, wie eine Totenmaske hergestellt wird, und erfahren, welchen Sinn und Zweck die alte Tradition in unserer heutigen Trauerkultur hat.

In einem anderen Workshop werden einige berühmte Sterbeszenen aus der Filmgeschichte besprochen – man denke nur an den im eisigen Wasser sterbenden Leonardo Di Caprio in „Titanic“. Und auch das Thema Totentanz wird eine Rolle spielen.

Zum Abschluss erwartet die Teilnehmer ein Konzert des Bandprojekts „The Murmeltears“: Die Musiker spielen Werke verstorbener Popmusiker wie Elvis oder Joe Cocker, während Szenen aus dem Leben dieser Künstler gezeigt werden.

Als größter Förderer ist die Sparkasse Oder-Spree beim diesjährigen Hospiztag dabei, die die Veranstaltung mit einer Spende in Höhe von 10 000 Euro unterstützt. „Soziales Engagement ist für uns Herzenssache“, sagt die Direktorin der Direktion Firmenkunden, Susanne Gäbel.

Davon profitiert die Wichern Diakonie bereits seit vielen Jahren. So hat die Sparkasse Spenden für das „Regine-Hildebrandt-Haus“ in Frankfurt (Oder) – das Hospiz der Diakonie – bereitgestellt oder auch für die Gronenfelder Werkstätten gGmbH, einem Unternehmen der Wichern-Gruppe. Auch der geplante Bau eines „Gartens der Erinnerung“ für demenzkranke Menschen, die in zwei Wohngemeinschaften der Wichern Diakonie leben, soll unterstützt werden, wie Susanne Gäbel ankündigt.

Matthias Kube erwartet in der Viadrina etwa 200 Teilnehmer, die freilich in erster Linie aus der hospizlichen Arbeit kommen. Grundsätzlich sei die Veranstaltung jedoch offen für jeden Interessierten, sagt der Vorstand der Wichern Diakonie, der die Einrichtung Ende November nach über 20-jähriger Tätigkeit verlässt.

www.lag-hospiz-brandenburg.de;
www.wichern-ffo.de