Es ist zusammengesetzt aus hunderten Einzelporträts von im Irak umgekommenen US-Soldaten. Darunter steht "Wir verschwinden nicht. Tragt euch in unsere E-mail-Liste ein."
Ein bislang beispielloses Großaufgebot amerikanischer Künstler - von Hollywood-Stars über Poeten und Bildhauer bis hin zu Dutzenden von Pop- und Rockmusikern - hatte wochenlang den Wahlkampf von John Kerry unterstützt. Noch einen Tag vor der Abstimmung waren Amerikas Musikerlegenden Bruce Springsteen und Stevie Wonder zusammen mit Kerry aufgetreten. Doch nach dem klaren Sieg des Präsidenten sind sie auf Tauchstation gegangen.
"Hollywood scheint sprachlos zu trauern", spöttelte gestern ein Radiomoderator. "Kein Star will das Wahlergebnis kommentieren." Und einmal mehr hat sich bewahrheitet, dass viele Amerikaner zwar den Glanz und Glitter des Showgeschäfts lieben, ihren Stars aber nicht trauen, wenn diese sich politisch engagieren.
Selbst der von Springsteen angeführte Rockmarathon unter dem Motto "Wählt den Wandel" mit 34 Shows in 28 Städten und Stars wie John Mellencamp, R.E.M. und Pearl Jam konnte das Blatt nicht wenden. Genau wie die Musiker mussten auch Leinwand-Größen wie Sharon Stone, Samual L. Jackson, Uma Thurman, Ben Affleck und Benicio Del Toro erfahren, dass ihre Auftritte nichts an der Bush-Mehrheit ändern konnten.