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Sexueller Missbrauch
Hohe Haftstrafe für Sporttrainer gefordert

 Ein Jahr lang wurde gegen den Finsterwalder Kampfsportler verhandelt.
Ein Jahr lang wurde gegen den Finsterwalder Kampfsportler verhandelt. FOTO: Jan Augustin / LR
Cottbus. Lange Haft oder Bewährung. Die Plädoyers im Prozess um schweren sexuellen Missbrauch gegen einen Finsterwalder Kampfsporttrainer endeten am Mittwoch mit sehr unterschiedlichen Strafforderungen.

Im Prozess am Landgericht Cottbus gegen einen ehemaligen Finsterwalder Kampfsporttrainer hat die Staatsanwaltschaft Cottbus sechs Jahre und neun Monate Haft gefordert. Sie sieht es als erwiesen an, dass sich der 45-Jährige an minderjährigen Mädchen über viele Jahre immer wieder in schwerer Weise verging. Sein Verteidiger forderte eine Strafe auf Bewährung. Er hatte schon während des Prozesses der Mutter eines der Opfer vorgeworfen, es seinem Mandanten in unverantwortlicher Weise leicht gemacht zu haben, als sie ihre Tochter über ein Jahr bei dem Mann wohnen ließ.

Der Angeklagte hatte vor Bekanntwerden der Vorwürfe in Finsterwalde in einem Freizeitzentrum Kinder und Jugendliche im Kampfsport trainiert.Im Prozess hatte er einen Teil der rund 200 angeklagten Taten eingestanden. Das Urteil wird am Montag verkündet.(sim)