2008 solle mit der Planung für den neuen Braunkohletagebau Jänschwalde-Nord begonnen werden, sagte Vattenfall-Vorstand Hartmuth Zeiß. Die Umsiedlung der 900 Einwohner in den betroffenen Dörfern Kerkwitz, Atterwasch und Grabko (Spree-Neiße) werde sozialverträglich erfolgen. Ab 2015 solle die Planung für die neuen Tagebaue Bagenz-Ost und Spremberg-Ost (Spree-Neiße) beginnen. Diese kämen ohne Umsiedlungen aus. Fragen nach genauen Abbaugrenzen oder benötigten Kohlemengen für die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe, die nach Aussage von Zeiß ab 2020 schrittweise auf klimaneutrale Technologien umgestellt werden sollen, blieben unbeantwortet. Der Grund: Die Diskussion hat erst begonnen. „Wir reden hier über einen Zeitraum bis 2050. Es ist das vornehmste Ziel, in diesem Gremium die Grenzen und Bedingungen festzuschreiben“ , erklärte Klaus Freytag, Präsident des Landesbergamtes, auf Nachfragen der Grünen Liga, vertreten durch René Schuster.
Spree-Neiße-Landrat Dieter Friese (SPD) machte klar: „Von Potsdam erwarten wir eine der zusätzlichen Belastung entsprechende Fürsorge und von Vattenfall ein Mehrengagement, etwa bei der Forschung.“
Um Geld und Know-how in der Region zu halten und eine Perspektive für die Zeit nach dem Tagebau zu regeln, solle ein Zukunftsvertrag zwischen dem Landkreis, Vattenfall Europe und dem Land geschlossen werden. (Eig. Ber./B.M.)