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| 17:50 Uhr

Hoffnung für Lausitzer RE 2-Halte

Archivfoto
Archivfoto FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Ein Regionalexpress (RE) 2 Cottbus-Berlin mit den bisher abgekoppelten Halten Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch ist machbar. Experten des Fahrgastverbandes Pro Bahn haben dafür in dieser Woche eine neue Fahrplanvariante vorgelegt. Christian Taubert

Sie schließt an die Teilung der längsten Regionalexpress-Strecke Brandenburgs bis nach Wismar an, räumt aber Vorbehalte des Potsdamer Verkehrsministeriums und der DB Netz aus.

"Es gibt keine Trassenkonflikte mehr", verweist Pro Bahn-Experte Dieter Doege auf das von dem Oldenburger Mathematik-Professor Ulrich Knauer konzipierte Fahrplankonstrukt. So wurden für den Lausitz-Abschnitt des RE 2 von Cottbus bis Berlin-Zoologischer Garten zunächst zwei Hauptknackpunkte beseitigt: Es wird kein zusätzlicher Odeg-Zug benötigt. Und auf der überfüllten Berliner Stadtbahn ist ein Zeit-Korridor gefunden worden, in dem es keine Behinderung anderer Züge gibt. Weitere Punkte, die für die jetzt vorliegende - "Variante C" - genannte Idee sprechen:

- Der Bahnknoten Cottbus erhält mehr Zeitpuffer für den Umstieg der Fahrgäste.

- RE 2 und die RB 24 ergänzen sich ab Lübbenau in beiden Richtungen zu einem Halbstundentakt.

- Mit dem Halbstundentakt von RE 2 und RB 24 werden die Defizite des Bahnhofs Königs Wusterhausen vollständig umgangen.

- Kein Rangieren: Die Züge können in Berlin-Zoo wie im Bahnhof Cottbus am Bahnsteig stehen bleiben.

Für Bahnexperte Knauer hat die Begegnung des RE 2 in Vetschau, die bisher stets ausgeschlossen wurde, dazu geführt, "dass die neue RE-2-Südost-Variante vollständig freie und bislang nicht belegte Fahrplantrassen in Berlin nutzen kann". Dieter Doege, der seit Jahren und jetzt mit der "Bürgerinitiative RE 2" für eine zuverlässige und pünktliche Bahnverbindung Cottbus-Berlin kämpft, fügt hinzu, dass das Land mit dem Anschluss der drei Lausitzhalte "den 680 000 Euro teuren Busersatzverkehr sparen und den Spreewaldzug gar nicht erst auf die Schiene bringen müsste". Aus dem Potsdamer Verkehrsministerium heißt es, "dass es in Kürze eine Antwort geben wird".

Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) sagt: "Die neue Variante C koppelt die drei Lausitz-Halte an und kommt ohne Mehrkosten aus - mehr geht nicht." Auch wenn es, so Kanzler, nicht mehr für den neuen Fahrplan klappen sollte, "wir geben nicht auf".

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www.lr-online.de/re2