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Höheres Kindergeld erst 2016

RUNDSCHAU sucht beste Escort-Kinder der Lausitz: Wer darf mit den DFB-Frauen ins Stadion einlaufen?
RUNDSCHAU sucht beste Escort-Kinder der Lausitz: Wer darf mit den DFB-Frauen ins Stadion einlaufen? FOTO: fotolia (33962671)
Berlin. Im Wahlkampf hatte die CDU noch eine Kindergelderhöhung von etwa 35 Euro versprochen. Daraus wurden inzwischen zwei Euro. Doch auch die kommen möglicherweise erst später. dpa/roe

D ie schwarz-rote Koalition überlegt, das Kindergeld erst 2016 zu erhöhen und damit zwei Jahre später als zunächst erwogen. Bei einer Verschiebung könnten die Zahlungen aber stärker angehoben werden als um die zuletzt diskutierten zwei Euro pro Kind und Monat. Das Bundesfinanzministerium erklärte am Dienstag, es gebe "keine Festlegung innerhalb der Bundesregierung", die Ressorts stimmten sich noch ab.

Von Sozialverbänden und der Opposition kam Kritik an einer möglichen Verzögerung. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann befand eine Verschiebung für vernünftig. "Wir wollen, dass das Kindergeld und der Kinderzuschlag in einem Zusammenhang entschieden werden", erklärte er vor einer Fraktionssitzung in Berlin. Derzeit beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind je 184 Euro monatlich, für das dritte Kind 190 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 215 Euro. Zuletzt wurden 38,5 Milliarden Euro Kindergeld ausgezahlt.

Hintergrund eines möglichen Erhöhungsverzichts ist der jüngste Bericht über das Existenzminimum, der für Anfang dieses Jahres eine Anhebung des Steuer-Freibetrags für Kinder um 72 Euro auf insgesamt 7080 Euro vorsieht. Würde das Kindergeld entsprechend angehoben, bekämen Eltern pro Kind zwei Euro mehr im Monat. Den Staat würde das etwa 425 Millionen Euro im Jahr kosten. Bereits die schwarz-gelbe Koalition hatte auf die Erhöhung verzichtet. Die Überlegung geht auf einen Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurück, dem ein vorläufiger Verzicht auf die Erhöhung helfen würde, 2015 einen Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung vorzulegen. Kommentar & Politik Seiten 2 & 6