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Höhere Wahlbeteiligung als 2013 deutet sich an

Bremer Bürger geben am 24.09.2017 in der Friedensgemeinde in Bremen im Wahllokal ihre Stimmen zur Bundestagswahl 2017 ab.
Bremer Bürger geben am 24.09.2017 in der Friedensgemeinde in Bremen im Wahllokal ihre Stimmen zur Bundestagswahl 2017 ab. FOTO: Mohssen Assanimoghaddam (dpa)
Berlin. Die Bundestagswahl hat begonnen, schon vormittags geben die ersten Spitzenkandidaten der großen Parteien ihre Stimmen ab. Am Nachmittag deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung an. dpa

Bei der Bundestagswahl deutet sich vielerorts eine höhere Beteiligung als 2013 an. Das geht aus Mitteilungen der Landeswahlleiter zu mehreren Großstädten hervor. Der Bundeswahlleiter wollte gegen 15.30 Uhr erste bundesweite Zahlen zur Wahlbeteiligung veröffentlichen.

In Hamburg hatten bis 11.00 Uhr 37,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es nach Angaben des Statistikamtes Nord zu diesem Zeitpunkt erst 35,4 Prozent. In Bremen wählten bis 12.00 Uhr 27,1 Prozent nach 24,9 Prozent 2013.

Auch in München machten die Menschen am Vormittag von ihrem Wahlrecht rege Gebrauch. Bis 12.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung einschließlich der Briefwahl bei 57,1 Prozent, vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 44,3 Prozent. Auch aus Nürnberg meldete das Wahlamt ein stärkeres Interesse: Dort gaben einschließlich Briefwahl 29,6 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2013 waren es noch 26,4 Prozent.

In Potsdam bildeten sich nach Angaben eines Stadtsprechers vielerorts Schlangen vor den Wahllokalen. In Sachsen-Anhalt hatten bis 12.00 Uhr 29,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 25,8 Prozent.

In Brandenburg waren von den rund 2,1 Millionen Wahlberechtigten bis 14 Uhr 38,3 Prozent an der Wahlurne. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt bei der Bundestagswahl 2013, wie der Landeswahlleiter am Sonntag in Potsdam mitteilte. Die höchste Beteiligung gab es demnach bislang im Landkreis Elbe-Elster mit 42,0 Prozent, Schlusslicht war die Stadt Brandenburg/Havel mit 32,8 Prozent. In Cottbus sieht es bei 35,8 Prozent noch etwas mau aus. Landeswahlleiter Bruno Küpper appellierte an die Bürger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.