Die RUNDSCHAU gibt einen Überblick über mögliche Hilfen:
Tierseuchenkasse: In jedem Bundesland gibt es eine Tierseuchenkasse. Diese funktioniert ähnlich wie eine Versicherung: Die Landwirte zahlen regelmäßig Beiträge je nach Zahl ihrer Tiere ein - mindestens aber fünf Euro. Dafür gewährt die Kasse den Bauern eine Entschädigung, wenn die Behörden - wie jetzt in Sachsen - die Tötung der Tiere anordnen. Die Tierseuchenkasse ersetzt aber nicht den ganzen Verlust. Der Höchstsatz für Geflügel liegt laut Gesetz bei 51 Euro je Tier.
Exporthilfen: Die EU will zehntausende Tonnen tiefgefrorenes Geflügel, aber auch frische Ware und Bruteier, die in Europa derzeit niemand mehr kaufen mag, auf anderen Märkten unterbringen; beispielsweise in Russland, im Nahen Osten und in Angola. Dafür wurden die Exportsubventionen erhöht.
Liquiditätshilfen: Geflügelhalter, die wegen der Vogelgrippe vorübergehend in Geldnöte kommen, können bei der staatlichen Landwirtschaftlichen Rentenbank Sonderkredite zur Überbrückung bekommen.
Marktstützung: Eigentlich wird diese Art der EU-Hilfe für Geflügel nur bei tierärztlich begründeten Verkaufsverboten gewährt. Die EU-Kommission hat nun vorgeschlagen, auch den europaweiten Absatzrückgang allein wegen der Angst vor der Vogelgrippe als Grund zuzulassen. (AFP/ab)