Das Mega-Windrad vom Typ Enercon E 101 ersetzt eine zweiflügelige Anlage mit 30 Metern Nabenhöhe, die 1992 als eine der ersten sächsischen Windkraftanlagen in der Nähe von Sohland am Rotstein aufgebaut und in Betrieb genommen wurde.

"Die neue Anlage erzeugt mit einer Nennleistung von 3050 Kilowatt das 60-fache an regenerativer Energie im Vergleich zu der alten Anlage", erklärt das Unternehmen Sabowind, dessen Hauptsitz im sächsischen Freiberg liegt. Der erste Spatenstich für die neue Anlage erfolgte am 1. April dieses Jahres. Als Ausgleichsmaßnahme legte Sabowind in Wittgendorf (Gemeinde Mittelherwigsdorf) und Löbau-Süd Streuobstwiesen an und pflanzte am Löbauer Wasser eine 350 Meter lange Strauchhecke. Gegen die Errichtung der neuen Anlage hatte es Bürgerproteste vor allem in den benachbarten Orten Tetta und Neucunnewitz gegeben. Jene waren allerdings erfolglos geblieben.

Die bisherigen sieben Anlagen, die im Windkraftpark Melaune stehen, werden von der Boreas Energie GmbH mit Sitz in Dresden betrieben. Sie entstanden zwischen 1999 und 2001 und sind mit einer Nabenhöhe von 65 Metern ebenfalls deutlich kleiner als ihr neuer "Nachbar", der in diesen Tagen in Betrieb gehen soll. Diese Anlagen erzeugen bereits eine Gesamtleistung von 10 500 Kilowatt, die über ein in Oppeln errichtetes Umspannwerk in das Stromnetz eingespeist werden.