So wurden neue und modernisierte Pegel in den Meldedienst integriert, unbenötigte entfernt sowie die Werte für Alarmstufen an den Pegeln überprüft und verändert, wie Kupfer gestern in Dresden mitteilte. Damit seien die Messstationen besser an die tatsächliche Gefährdungssituation in den Gemeinden angespasst worden. In Sachsen gelten laut Kupfer 435 Gemeinden als überschwemmungsgefährdet. Bis auf eine haben inzwischen alle eine Wasserwehr, die im Falle eines Hochwassers tätig wird.
"Wir wollen im Falle eines Hochwassers möglichst schnell informieren, aber nicht vorzeitig Alarm auslösen", begründete Kupfer die Änderungen. Acht Pegel wurden seinen Angaben zufolge aus dem Meldesystem für insgesamt sieben Flussläufe entfernt. Neu hinzugekommen sind Pegel in Regis-Serbitz an der Pleiße, Leisnig und Mahlitzsch an der Freiberger Mulde sowie Riesa an der Elbe. Für mehr als die Hälfte der 107 Hochwasserpegel gelten künftig andere Richtwerte, ab denen Alarm der Stufe eins bis vier ausgelöst wird. Dabei habe das Landeshochwasserzentrum umfassende Untersuchungen vorgenommen. Die Ergebnisse seinen mit den Gemeinden abgestimmt worden.
Kupfer erinnerte an das verheerende Jahrhunderthochwasser vom August 2002. "Das Ereignis hat und in besonderem Maße wachgemacht und sensibilisiert. Wir müssen es in Erinnerung halten, damit man nicht nachlässig wird beim Hochwasserschutz." (dpa/mb)