Mit dem nun beschlossenen Nationalen Hochwasserschutzprogramm sollten etwa Deiche zurückverlegt werden und Polder entstehen. Das Programm betreffe allerdings bei Weitem nicht alle deutschen Flüsse: Der Hochwasserschutz an sich bleibe auch in Zukunft Hauptaufgabe der Länder.

Die Maßnahmen sollen Schritt für Schritt über mindestens 20 Jahre umgesetzt werden. Bund und Länder veranschlagen dafür rund 5,4 Milliarden Euro. Die Frage der Finanzierung blieb bis zuletzt strittig. Hendricks plant, in den kommenden zehn Jahren 1,2 Milliarden Euro dafür bereitzustellen. "Ich kann aus meiner Sicht, aus heutiger Sicht, nicht mehr zusagen." Sie machte den Ländern aber Hoffnung für die Zeit danach: "Ich glaube nicht, dass wenn das Nationale Hochwasserprogramm in zehn Jahren noch nicht abgearbeitet ist, der Bund dann sagt: "Jetzt macht das mal alleine, Länder"."

Die Länder fordern vom Bund, den Geldbetrag deutlich anzuheben. Neben dem Hochwasserschutz stand die Energieeffizienz auf der Agenda der Minister. Die Länder seien sich einig, dass effiziente Energienutzung einen Beitrag leiste, Deutschlands Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern, sagte Baden-Württembergs Ressortchef Franz Untersteller (Grüne).

Die UMK fordere zudem den Bund auf, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zügig zu novellieren.