Der Hochwasserscheitel erreichte unterdessen Torgau. Dort lag der Messwert seit dem Vormittag konstant bei 5,67 Metern. "Der Kälteeinbruch hat das Tauwetter im Gebirge gestoppt, Niederschläge fallen als Schnee und bleiben vorerst liegen", sagte Hydrologe Uwe Höhne vom Landeshochwasserzentrum in Dresden.

In der Landeshauptstadt wurde am Mittag die Fünf-Meter-Marke - der Richtwert für die Alarmstufe 2 - wieder unterschritten. Der Wasserstand sank am Nachmittag etwa einen Zentimeter pro Stunde. Die Sperrung des Terrassenufers - der viel befahrenen Straße unterhalb der Brühlschen Terrasse - wurde am Vormittag aufgehoben. Der Fluss ist etwa um die Hälfte der sonstigen Breite angeschwollen, Teile des Radweges und der Elbewiesen stehen unter Wasser. "Das Wasser sinkt langsam, auch auf tschechischer Seite", sagte Höhne mit Blick auf die nächsten Tage. Laut Prognose gehen die Hydrologen davon aus, dass für Dresden bis Dienstag Hochwasseralarm gilt.

Auch in Spree, Neiße, Weißer und Schwarzer Elster sowie den Elbe-Nebenflüssen entspanne sich nach Angaben von Höhne die Situation.