S PD und Linke wollten der neu zu gründenden BTU Cottbus-Senftenberg unter anderem mehr Zeit für die Neuordnung ihrer Strukturen geben, erläuterte der hochschulpolitische Sprecher der Linken, Peer Jürgens, am Dienstag in Potsdam. Zudem solle das Gründungspräsidium der neuen Hochschule um jeweils ein Mitglied der beiden bisherigen Hochschulen erweitert werden, sagte der Linken-Politiker. Auch sollten einige Professoren der bisherigen Hochschule (FH) Lausitz nach dem Willen von Rot-Rot künftig das Promotionsrecht bekommen sowie weniger unterrichten müssen.

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) ließ beim "RUNDSCHAU- und RadioEins Spezial" am Dienstag in Cottbus aber keinen Zweifel, dass die Koalition an der Uni-Neugründung festhalte. In der erstmals multimedial verbreiteten Debatte im neuen Cottbuser Stadthaus erklärte Kunst, dass die Wissenschaftsregion Lausitz zukunftssicher gemacht werden solle. Kritik an der Finanzausstattung - auch per Facebook und Twitter - hielt Kunst entgegen, dass die Hochschulregion Lausitz noch nie besser finanziell abgesichert gewesen sei. In der kontroversen Diskussion kündigte Marie-Luise von Halem (Grüne) an, im heute abschließend zum Gesetz beratenden Wissenschaftsausschuss den Antrag zu stellen, das Verfahren auszusetzen und einen Lausitz-Rat einzuberufen. Er solle alle Beteiligten mitnehmen .

Das Gesetz zur BTU Cottbus-Senftenberg soll nächste Woche im Landtag beschlossen werden.

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