Das seit dem 10. April laufende Volksbegehren zum Erhalt beider Lausitzer Hochschulen biegt auf die Zielgerade. "Wir werden jetzt noch einmal mobilisieren", verweist der Sprecher des Volksbegehrens Michael Apel auf Anzeigen in den Medien. Er räumt aber ein, "dass es schwer gewesen ist, die Spannung über einen so langen Zeitraum hochzuhalten". Für einen Erfolg braucht das Volksbegehren 80 000 gültige Stimmen.

In Cottbus sind bisher 7922 und in Senftenberg 96 gültige Unterschriften abgegeben worden. Für CDU-Landeschef Prof. Michael Schierack ist das bisherige Ergebnis "ernüchternd". Die zuvor erfolgreiche Volksinitiative zum Erhalt der BTU, für die es in kurzer Zeit mehr als 40 000 Stimmen gab, hätte für Euphorie gesorgt. Doch die Hürde für das anschließende Volksbegehren sei deutlich höher. Tatsächlich müssen sich die Unterzeichner des Volksbegehrens in Meldeämtern in Listen eintragen, was bei der Initiative nicht nötig gewesen war.

Versöhnliche Töne kommen vom Gründungsbeauftragten der BTU Cottbus-Senftenberg, Birger Hendriks. "Das Volksbegehren ist ein demokratisches Recht. Und alles, was das Demokratieverständnis im Land stärkt, ist per se eine gute Sache", sagte er. Im Potsdamer Wissenschaftsministerium wird unterdessen auf den guten Start der neuen Uni verwiesen. "Die Einrichtung der Gesundheitsberufe in Senftenberg ist schon jetzt ein landesweites Alleinstellungsmerkmal", betont Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos).