Es handelt sich dabei um Minderjährige, die einem Unglück oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, einfach von zu Hause ausgerissen sind oder von einem Elternteil verschleppt wurden. Der älteste Fall in der Vermisstenkartei des BKA ist eine männliche Person aus Baden-Württemberg: Sie wird seit dem 1. Mai 1957 vermisst.

Vor zehn Jahren suchten Eltern in Deutschland erstmals organisiert per Internet nach vermissten Kindern. Die von ihnen gegründete „Elterninitiative vermisste Kinder“ (EvK) schloss sich 2001 der „European Federation for Missing and Sexually Exploited Children“ an, um die Suche auch international führen zu können. Von 1997 bis 2007 wurden immerhin 49 Kinder, davon 40 aus Deutschland, mit Hilfe des Vereins wiedergefunden. Seit 2003 veranstaltet der Verein bundesweit alljährlich einen „Tag der vermissten Kinder“.

Nach Angaben der Kinderkommission des Bundestages verschwinden jeden Monat in Deutschland sechs bis acht Kinder spurlos. Von August 2007 an soll es EU-weit für vermisste Kinder die Hotline 116000 geben.