Die ethnischen Albaner machen mittlerweile weit mehr als 90 Prozent der Bevölkerung im Kosovo aus. Die serbische Regierung will statt einer kontrollierten Unabhängigkeit gemäß dem Plan des UN-Sonderbeauftragten für das Kosovo, Martti Ahtisaari, eine kontrollierte Autonomie für die Region erreichen.

Vertreter der Kosovo-Albaner und der serbischen Regierung wollen am Freitag in New York zu einer neuen Runde der Verhandlungen über den künftigen Status der Provinz zusammenkommen.

Die Status-Verhandlungen finden unter der Schirmherrschaft einer Troika aus USA, Russland und Deutschland statt. Im Fall eines Scheiterns der Gespräche, deren Abschluss die europäische Union bis zum 10. Dezember wünscht, wollen die Kosovo-Albaner ihre Unabhängigkeit notfalls gegen den Widerstand aus Belgrad und Moskau ausrufen.

Die EU ist über eine mögliche Anerkennung des Kosovo gespalten, während die US-Regierung sie befürwortet. Parlaments - und Kommunalwahlen im Kosovo sind für den 17. November angesetzt. Der Leiter der UN-Übergangsverwaltung für das Kosovo (UNMIK), der Deutsche Joachim Rücker, erklärte, der von ihm festgelegte Wahltermin könne bei einer instabilen Lage im Kosovo verschoben werden.