Der US-Kongress griff diese Liste für die Bereiche Sicherheit, Politik und Wirtschaft auf. Er forderte die Regierung per Gesetz vom
25. Mai auf, bis zum 15. Juli und danach bis zum 15. September jeweils Rechenschaft über Fortschritte bei der Umsetzung von insgesamt 18 Vorgaben abzulegen. Aus dem Bericht vom 15. Juli ging hervor, dass alle wichtigen Ziele für die Aussöhnung der verfeindeten Religionsgruppen im Irak nicht erfüllt worden sind.

Mit dem Gesetz vom 25. Mai verlangte der Kongress auch eine Einschätzung einer unabhängigen Expertenkommission unter Führung des früheren Nato-Oberbefehlshabers General James Jones über den Stand der irakischen Sicherheitskräfte. Außerdem wurde die Kontrollbehörde des Kongresses (GAO) beauftragt, eine eigene Einschätzung über Fortschritte im Irak vorzulegen.

In beiden vor Kurzem veröffentlichten Berichten wurde eine insgesamt negative Bilanz der Entwicklung im Irak gezogen. So nannte Jones das irakische Innenministerium funktionsunfähig und empfahl die Auflösung der nationalen Polizei. Die GAO befand, dass elf der 18 gesetzten Ziele für eine Stabilisierung des Landes in den vergangenen Monaten verfehlt worden seien.