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| 13:57 Uhr

Hintergrund: Das linke Lager - aufsteigende Kraft in den Ländern

Hamburg (dpa). Der Sozialdemokrat Klaus Wowereit hat es seinen Parteigenossen vorgemacht. Seit mehr als sechs Jahren regiert er in Berlin mit den Linken. Rein rechnerisch kommt das linke Lager, sei es Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün, derzeit in weiteren 6 der 16 Länderparlamente auf eine Mehrheit:

BERLIN: SPD-geführte Koalition mit der Linken unter Wowereit seit Januar 2002. Im 149-köpfigen Parlament hat sie eine knappe Mehrheit von 76 Stimmen. Mit den Grünen kommt das linke Lager auf 99 Sitze.

BRANDENBURG: Große Koalition seit Oktober 1999, seit Juni 2002 unter Matthias Platzeck (SPD). Sie hat im 88-köpfigen Landtag 53 Mandate. Die Linke ist zweitstärkste Partei. Rot-Rot hätte 62 Stimmen. Die Grünen sind nicht im Parlament.

BREMEN: Derzeit einzige rot-grüne Landesregierung unter Jens Böhrnsen (SPD) seit Juni 2007. Die Linke ist mit 7 Stimmen in der Opposition. Rot-Rot-Grün hätte 54 von 83 Mandaten.

HAMBURG: Die CDU unter Ole von Beust verlor im Februar ihre absolute Mehrheit und wird mit den Grünen über eine Koalition verhandeln. Im 121-köpfigen Parlament hätte Rot-Rot-Grün eine Mehrheit von 65 Stimmen.

HESSEN: Die CDU unter Roland Koch verlor im Januar ihre absolute Mehrheit, liegt hauchdünn vor der SPD, hat aber im Landtag nicht mehr Sitze. Weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb haben eine Mehrheit. Sozialdemokraten, Grüne und Linke kommen auf 57 der 110 Mandate.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Große Koalition unter Harald Ringstorff (SPD) seit November 2006. Sie hat 45 der 71 Stimmen im Landtag. SPD und Linke kämen auf 36 Mandate. Die grünen sind nicht vertreten.

SACHSEN-ANHALT: CDU-geführte große Koalition unter Wolfgang Böhmer seit April 2006. Sie hat 64 der 97 Stimmen. Die Linke ist zweitstärkste Partei. SPD und Linke hätten 50 Mandate. Die Grünen sind nicht vertreten.