Das Schriftstück ist auf den 2. Juni 2003 datiert und stammt laut Anklage aus der Feder des Rechtsanwalts Peter-Michael Diestel, der Anfang der 90er-Jahre in der brandenburgischen CDU aktiv war. Ein Staatsanwalt zitierte aus dem an Hilpert adressierten Brief: ". . . Ich glaube einen kleinen Beitrag dennoch geleistet zu haben, in dem ich einen alten, jung gebliebenen Kampfgefährten, nämlich unseren Wirtschaftsminister, für Ihr Vorhaben begeistern konnte", hieß es. Hilpert muss sich seit Januar wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Untreue verantworten. Die Anklage wirft dem 64-Jährigen vor, die Landesinvestitionsbank (ILB) getäuscht zu haben. Er soll die Investitionskosten für die Hotelanlage künstlich hochgerechnet und so 9,2 Millionen Euro Fördermittel zu Unrecht kassiert haben. Hilpert bestreitet das .

Z uvor hatte ein ILB-Mitarbeiter vor Gericht ausgesagt, dass das "Projekt Schwielowsee" erst durch eine Ausnahmegenehmigung des ehemaligen Wirtschaftsministers Junghanns (CDU) ermöglicht wurde. Bedenken gab es nicht nur im Wirtschaftsministerium und Förderausschuss, sondern auch bei der ILB. "Das ganze Haus hat sich sehr schwergetan", sagte der 47-Jähr ige.