August gewählt, am gleichen Tag wie in Thüringen und im Saarland. Hermenau sprach am Rande der Konferenz vom Wahlziel "7 Prozent plus XXL". Zudem verabschiedeten die knapp 100 Delegierten einmütig ihr Programm zur Landtagswahl. Es gab lediglich eine Stimmenthaltung. Sprung wird geschafft Hermenau zeigte sich sicher, dass die Grünen erneut den Sprung in den Landtag schaffen: "Ob wir reinkommen, ist nicht die Frage, wenn wir selbst keinen Fehler machen. Wie hoch wir reinkommen, ist die spannende Frage." Laut Hermenau werden die Grünen ohne Koalitionsaussage in den Landtagswahlkampf gehen. Über mögliche Koalitionen würden nach der Wahl politische Inhalte entscheiden. "Politikfähigkeit heißt für mich: soviel von der eigenen Politik gestalten, wie es möglich ist. Ist das im Rahmen einer Koalition möglich, dann sollten wir sie eingehen. Ist das nur im Rahmen der Opposition möglich, dann ist das unser Weg." "Wenn wir (in den Landtag) einziehen, schaffen wir es wahrscheinlich, allein damit unserem Land Schwarz-Gelb zu ersparen", sagte Hermenau mit Blick auf die politische Konstellation und die Konkurrenz zur FDP in Sachsen. Die Fraktionschefin im Landtag nannte zwar die SPD einen "Traumpartner" für die Grünen im Freistaat. Die Sozialdemokraten seien jedoch zu schwach, so dass "frühestens unsere Enkel" Rot-Grün in Sachsen erleben könnten. Im Wahlprogramm heißt es einleitend, dass für die Grünen der Schutz des Klimas im Vordergrund steht. Die derzeitige CDU/SPD-Koalition tue zu wenig dafür. Die Wirtschafts- und Finanzkrise sei kein Hindernis, sondern ein weiterer Grund, in Energie-Einsparung, Energie-Effizienz und erneuerbare Energien zu investieren. Weitere Schwerpunkte des Programmes sind Soziales, Bildung und Demokratie. Nötig sei ein Sozialstaat, der vor Armut und Ausgrenzung schütze. Eine wache Zivilgesellschaft und ein solidarisches Leben miteinander seien das beste Gegengift gegen Nazis und rechtsextremes Denken in der Gesellschaft. Personelle Unterstützung Die Chefin der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, sicherte dem Landesverband kräftige personelle Unterstützung zu. "Wir kommen gerne, weil wir ein Interesse haben, dass bei der Landtagswahl sieben Prozent plus X rauskommt", sagte sie am Rande der Konferenz. Künast zufolge könnten die Grünen in ihrem Bemühen um Klimaschutz - "einem Wert an sich" - auch auf genügend Ideen für zukunftsweisende Jobs verweisen. "Wenn ich mir überlegen müsste, was ich studieren sollte, würde ich möglicherweise nach Freiberg gehen", sagte Künast mit Blick auf die Solarbranche in der Bergstadt. 2004 hatten Sachsens Grüne erstmals nach zehn Jahren mit 5,1 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag geschafft. Die Grünen haben derzeit knapp 1000 Mitglieder, sie sind vorrangig in den großen Städten verankert. Sachsen ist das einzige neue Bundesland, in dem die Grünen im Landtag sitzen. dpa/mb