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Hermann Graf von Pückler ist gestorben

Hermann Sylvius Graf von Pückler vor dem Schloss im Branitzer Park.
Hermann Sylvius Graf von Pückler vor dem Schloss im Branitzer Park. FOTO: Peter Jähnel
Cottbus. Der Urgroßneffe des berühmten Fürsten von Pückler hatte unter anderem im Branitzer Park das Parkinspektorenhaus denkmalgerecht saniert und den Kindergarten hergerichtet. red/fh

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch hat der Witwe des am Donnerstag verstorbenen Hermann Graf von Pückler kondoliert. "Ich bin tief betroffen. Sein Tod ist für Sie, die Familie, aber auch für die Stadt Cottbus und die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Schloss und Park Branitz ein unersetzlicher Verlust." In seinem persönlichen Schreiben würdigt der Oberbürgermeister den Verstorbenen als "stets verlässlichen, streitbaren, dabei immer fairen und inspirierenden Begleiter, Partner und Ratgeber".

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Martina Münch (beide SPD) haben den Hinterbliebenen des Grafen von Pückler ihr Beileid ausgesprochen. "Sein Tod ist ein großer Verlust für Branitz und Brandenburg", so Münch.

Hermann Sylvius Graf von Pückler wurde 1939 in Wien geboren und verbrachte die ersten prägenden Jahre seiner Kindheit in Branitz. Pückler studierte Jura und war Geschäftsmann und Unternehmensberater. Bereits in den 1980er-Jahren besuchte der Urgroßneffe des berühmten Fürsten von Pückler Branitz. Ungeachtet dessen, dass der Gesamtrestitutionsantrag der Familie abgelehnt wurde, siedelte sich Hermann von Pückler wieder in Branitz an. Er baute einen Forstbetrieb auf und sanierte das verfallene Parkinspektorenhaus denkmalgerecht als seinen Cottbuser Wohnsitz. Vielen Branitzern wurde er Ansprechpartner und Ratgeber. Graf von Pückler ließ unter anderem den Kindergarten in Branitz sanieren.