Derzeit würden fünf Erkrankte stationär im Klinikum Oberlausitzer Bergland behandelt. Akute Lebensgefahr besteht nach Angaben von Amtsarzt Dr. Christoph Ziesch nicht.

Nachdem sich im November ein erneuter Krankheitsverdacht bestätigt hatte, habe das Gesundheitsamt intensive diagnostische Maßnahmen eingeleitet, in die Bewohner der Einrichtung, Pflegepersonal sowie Familienangehörige der Bewohner einbezogen wurden. Bei bislang 150 Blutuntersuchungen seien bei zwei Männern und sechs Frauen Zeichen einer Hepatitis B nachgewiesen worden, bei acht Heimbewohnern typische Werte für eine abgelaufene überstandene Hepatitis B.

Jetzt werde nach vorheriger Testung Bewohnern des Pflegeheims, Angehörigen und Pflegekräften eine Grundimmunisierung beziehungsweise Wiederholungsimpfung Hepatitis B angeboten. Bei den Betroffenen mit einer akuten oder abgelaufenen Hepatitis sei eine weiterführende genetische Zusatzdiagnostik eingeleitet worden, um genauere Aussagen über mögliche Zusammenhänge und Ursachen der Krankheitshäufung zu erhalten, hieß es in der Mitteilung.