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| 02:38 Uhr

Helfer kritisieren reiche Länder: Zu wenig syrische Migranten

Berlin/Genf. Reiche Länder sind nach einer Erhebung der internationalen Hilfsorganisation Oxfam bislang nur zur Aufnahme eines Bruchteils der 4,8 Millionen syrischen Kriegsflüchtlinge bereit. "Damit bleiben sie weit hinter ihren gerechten Anteilen zurück", kritisierte Oxfam in der am Dienstag in Berlin vorgelegten Studie. dpa/sm

Im Vorfeld einer UN-Syrien-Konferenz in Genf appellierte die Organisation an wohlhabende Länder, rasch wenigstens zehn Prozent der geflohenen Syrer eine neue Heimat zu bieten. Das wären derzeit etwa 480 000 Menschen. Bislang hätten alle als reich eingestuften Staaten zusammengenommen lediglich Plätze für 132 730 Syrer zugesagt. Nur vier reiche Länder hätten "ihren gerechten Anteil an humanitärer Aufnahme übertroffen": Deutschland, Australien, Kanada und Norwegen. Finnland, Island, Schweden und Neuseeland würden jeweils mehr als die Hälfte ihres gerechten Anteils an syrischen Flüchtlingen beherbergen. Weit zurück lägen unter anderen Frankreich, die Niederlande und die USA.