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Heftige Unwetter über Brandenburg und Sachsen

Dachstuhlbrand nach Blitzschlag: Zu einem Feuerwehreinsatz mussten am Mittwoch gegen 17.30 Uhr mehrere Feuerwehren in den Spremberger Ortsteil Kochsdorf ausrücken. Im Salzweg kam es durch einen Blitzeinschlag während des Gewitters zu einem Dachstuhlbrand. 43 Feuerwehrleute mit zwölf Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren waren im Einsatz. Das Einfamilienhaus ist nach dem Feuer unbewohnbar. Verletzt wurde niemand.
Dachstuhlbrand nach Blitzschlag: Zu einem Feuerwehreinsatz mussten am Mittwoch gegen 17.30 Uhr mehrere Feuerwehren in den Spremberger Ortsteil Kochsdorf ausrücken. Im Salzweg kam es durch einen Blitzeinschlag während des Gewitters zu einem Dachstuhlbrand. 43 Feuerwehrleute mit zwölf Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren waren im Einsatz. Das Einfamilienhaus ist nach dem Feuer unbewohnbar. Verletzt wurde niemand. FOTO: Detleff Bogott/dbo1
Potsdam. Der Sommer macht ab sofort für einige Tage eine Pause. Am Mittwochabend ist eine Unwetterfront vom Kreis Elbe-Elster und dem Fläming kommend über Berlin und Brandenburg hinweggezogen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam mit. Rüdiger Hofmann / dpa/rdh

Neben Gewittern hat es örtlich kleinkörnigen Hagel mit Starkregen und heftigen Sturmböen gegeben. In Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) hatte am Mittwochnachmittag Starkregen eingesetzt. Es gab vereinzelte Blitzeinschläge, die zu einem kurzzeitigen, örtlich begrenzten Stromausfall führten. Auch Lübben (Kreis Dahme-Spreewald) und Cottbus bekamen Ausläufer der Unwetter zu spüren.

Am Donnerstagnachmittag setzt dann laut Prognosen der Meteorologen Dauerregen ein, der teilweise bis Sonntag anhalten könne. Dabei könnten stellenweise erhebliche Regenmengen niedergehen. "Wegen der derzeitigen hohen Bodenfeuchte können selbst Tornados nicht ganz ausgeschlossen werden", sagte eine Meteorologin.

Das Wochenende zeigt sich dann nach aktuellen Vorhersagen ebenfalls verregnet bei maximal 20 Grad Celsius. Eine wirkliche Besserung ist erst in der kommenden Woche am Dienstag zu erwarten. "Sommerwetter ist das nicht", sagte eine Meteorologin.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Mittwoch auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt vor schweren Gewittern gewarnt. Eine Unwetterzelle brachte gegen Mittag Hagelkörner von bis zu drei Zentimeter Größe und starken Regen mit sich, sagte ein Sprecher vom Deutschen Wetterdienst. Besonders betroffen seien auch in den kommenden Tagen der Raum Leipzig und der Südharz. Es müsse vereinzelt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern gerechnet werden.

Am Donnerstag drohen Mitteldeutschland weitere Unwetter. "Im Laufe der Nacht wird sich im Alpenraum ein großer Gewitterkomplex bilden", sagte der Sprecher. Dieser ziehe dann nach Norden. "Das wird uns vor allem im sächsischen Raum große Niederschlagsmengen bringen." Im Osten Sachsens sei das Risiko auf Gewitter höher. Wo es blitzt und donnert, können bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Stunde niedergehen. Thüringen und Sachsen-Anhalt seien davon wohl nur am Rande betroffen. Aber auch dort werde es verbreitet regnen.