Sein Landesverband werde alle Wege nutzen, "um die Einstufung des Wolfes als jagdbares Tier zu verhindern." Kupfers Vorgänger Steffen Flath habe den Wolf noch als "Geschenk" für Sachsen bezeichnet. Nun reiche Kupfer dieses Geschenk an die einzigen potenziellen Feinde des Wolfes weiter. "Unsinnige Gesetzesnovelle" Der Naturschutzbund (Nabu) wirft Kupfer vor, Schutz und Hege des Wolfes künftig ohne Not wesentlich komplizierter zu machen, da die Jagdpächter zukünftig die Eigentümer der Tiere seien. Dem Naturschutz würden damit die Hände gebunden, der Artenschutz werde bürokratisiert. Er frage sich, so Nabu-Landeschef Bernd Heinitz, ob das Ministerium mit der "völlig unsinnigen" Gesetzesnovelle die Hoffnung auf finanzielle Entlastungen verbinde. Andernfalls bleibe "rätselhaft", warum der Minister eine streng geschützte Tierart ins Jagdrecht aufnehmen wolle. "Keine Notwendigkeit" Kupfer hatte beim Landesjägertag am Wochenende in Freital angekündigt, die in Sachsen wieder heimisch gewordenen Wölfe unter das Jagdrecht zu stellen. Damit wolle er die Jägerschaft besser in die Hege und Pflege der geschützten Tierart einbinden, so Kupfer. Der Abschuss von Wölfen bleibe grundsätzlich verboten. Die Grünen-Landtagsfraktion monierte, es gebe "keine sachliche Notwendigkeit, die Unterschutzstellung der Wölfe zu ändern". Der Umweltminister müsse dem Jagdverband die Grenzen zeigen und dürfe "nicht vor der Jagdlobby einknicken". 1996 war erstmals wieder ein Wolf in Sachsen gemeldet worden. Mittlerweile umfasst die Population in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt rund 100 Tiere.