"Insgesamt 82 Prozent der Schüler haben im Sommer 2012 durch das "Produktive Lernen" ihren Hauptschulabschluss und damit eine solide Basis für ihren beruflichen Lebensweg erreicht", zog Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) Bilanz. Das Projekt sei ein "Rettungsring" für Schüler, die trotz zahlreicher Bemühungen bisher keinen Erfolg in der Schule hatten.

Konkret geht es beim Projekt "Produktives Lernen" um eine Kombination aus schulischen Fächern und Arbeit in Firmen. Betroffen sind Schüler der Klassen 8 und 9. Pro Schuljahr gibt es drei Etappen. An zwei Tagen in der Woche lernen die Mädchen und Jungen in der Schule, an drei Tagen in einem selbst gewählten Unternehmen - in jeder Etappe in einem anderen Betrieb.

Die Jugendlichen können aber auch in Vereine, Verwaltungen oder soziale und kulturelle Einrichtungen gehen. Für sie gibt es eine veränderte Stundentafel. Fächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Kommunikation. Auch das Lernen in der Praxis wird bewertet.

Bislang haben sieben Schulen in Chemnitz, Döbeln, Dresden, Freital, Hoyerswerda, Leipzig und Plauen ein solches Angebot, künftig kommt noch die Leipziger Helmholtzschule dazu. Laut Kultusministerium sind derzeit etwa 200 Hauptschüler in das Förderprogramm integriert. Mit der teilweisen Verlagerung des Unterrichts in die Praxis soll die Motivation der Schüler einen Schub bekommen.