Informationen zu Straftaten wie Autodiebstählen werden über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit sofort an die zuständige Stelle im jeweiligen Land weitergegeben.

In der Grenzregion ist die Kriminalität in den vergangenen Jahren zwar gesunken, doch stieg der Autodiebstahl mancherorts enorm an. Der Brandenburger Polizeipräsident Arne Feuring sprach am Freitag in Frankfurt (Oder) von einem Informationsfluss „in Echtzeit“. „Bisher hat das Wochen und Monate gedauert“, sagte er.

Über das Ende 2007 gegründete Zentrum werden die Anfragen übersetzt und weitergeleitet. 70 Prozent drehten sich um Kriminalität, vom einfachen Diebstahl bis zum Tötungsdelikt. Auch Anfragen aus anderen Ländern erreichten die 64 Bediensteten, davon 24 Polen. In einer Mitteilung hieß es, bisher seien mehr als 50 000 Anfragen deutscher und polnischer Sicherheitsbehörden beantwortet worden. Das Polizei- und Zoll- Zentrum ist in der früheren Grenzkontrollstelle in Swiecko (Polen) an der Autobahn A12 untergebracht, wird aber gerade saniert. Auslöser waren schlechte Klima- und Belüftungsanlagen. Die Mitarbeiter arbeiteten deshalb vorübergehend in anderen Gebäuden.