Philipp Junghähnel, Vorsitzender der Jungen Liberalen in Sachsen, forderte "inhaltliche, strukturelle und personelle Konsequenzen". Marcel Seifert vom Kreisverband Chemnitz bemerkte, es reiche nicht aus, die Erklärung für die Wahlniederlage Ende August im Ansehensverlust der Bundespartei in Berlin zu suchen. "Ich kann es nicht mehr hören, dass Berlin daran schuld ist." Die sächsische FDP hatte bei der Landtagswahl nur 3,8 Prozent erreicht und damit den Wiedereinzug ins Parlament klar verpasst.

Landeschef Holger Zastrow hatte zuvor in einer eher zurückhaltenden Rede gesagt, die Erkenntnis aus dem Wahlkampf und der Niederlage sei: "Nichts funktioniert, wenn Berlin nicht funktioniert." Die Delegierten stimmten auf dem Parteitag einem Antrag zur "Erneuerung der sächsischen FDP in der außerparlamentarischen Opposition" zu. Die Liberalen wollen ihre Parteistrukturen überprüfen und die Basis stärken. Außerdem will die FDP in nächster Zeit auf Regionalkonferenzen weiter über die Zukunft der Partei diskutieren.