kann. Die Bundesparteien erwarten von der Bürgerschaftswahl eine Signalwirkung für die 13 weiteren Wahlen in diesem Jahr. Nach der Hamburg-Wahl wollen zudem CDU und FDP über einen gemeinsamen Bundespräsiden- tenkandidaten entscheiden.
Zur Wahl des Landesparlaments sind gut 1,2 der etwa 1,7 Millionen Hamburger aufgerufen. Den Umfragen zufolge wird die CDU als stärkste Kraft - möglicherweise sogar mit einer absoluten Mehrheit - aus der Wahl hervorgehen. Meinungsforscher halten aber auch eine Mehrheit für Rot-Grün oder ein Ergebnis für möglich, aus dem eine große Koalition oder ein Bündnis der CDU mit FDP oder Grünen (GAL) resultieren könnte.
Die Neuwahl war nötig geworden, nachdem am 9. Dezember 2003 die Mitte-Rechts-Koalition aus CDU, Partei Rechtsstaatlicher Offensive und FDP geplatzt war. Beust hatte nach nur gut zwei Jahren das Bündnis für gescheitert erklärt, nachdem der von ihm am 19. August entlassene Innensenator Ronald Schill mit einem Verlust der Regierungsmehrheit in der Bürgerschaft gedroht hatte. (dpa/roe)