Brandenburgs Handwerksbetriebe wollen Flüchtlinge für eine Ausbildung oder feste Arbeit gewinnen. „Wir haben noch mehr als 400 freie Ausbildungsplätze im Bezirk, zudem fragen täglich Betriebe an, die Fachkräfte suchen und gerne Flüchtlinge einstellen würden“, sagte die Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer Potsdam, Eva Gatzky am Dienstag. Die Kammer habe daher Kontakte mit Flüchtlings-Initiativen in der Region aufgenommen.

Grundvoraussetzung sei aber, dass die Menschen Deutsch lernten, betonte Gatzky. Im Landkreis Teltow-Fläming laufe daher seit dem 6. Oktober ein Projekt, in dem Flüchtlinge neben Deutschkursen auch Praktika in Handwerksbetrieben machen können. Solch einen Willkommenskurs bietet auch die Handwerkskammer Cottbus an. Seit Anfang der Woche bekommen 17 Flüchtlinge im Alter zwischen 20 und 30 Jahren dort Deutschunterricht, besuchen Betriebe und können ihre handwerklichen Fähigkeiten testen.