Die "Rente mit 63" hat auch in der Lausitz viele Handwerker bewogen, früher in den Ruhestand zu gehen. Nach der Frühjahrskonjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) Cottbus war allein im I. Quartal des Jahres jeder fünfte Betrieb davon betroffen. "Das verschärft die angespannte Personalsituation, zumal geeignetes Fachpersonal rar ist", erklärt HWK-Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher bei der Vorstellung der Umfrage am Donnerstag in Cottbus.

Dennoch verweist die Analyse darauf, dass das Handwerk auf Kurs bleibt. Die starke Binnenkonjunktur sorge für eine robuste Nachfrage. Auch hätten in vielen Gewerken höhere Preise durchgesetzt werden können, was die Liquidität der Betriebe stärke.

Trotz der Personal- und Fachkräftedefizite sind laut Umfrage neun von zehn Unternehmen mit der Geschäftslage zufrieden. Vorweg bestimmen Ausbaugewerbe und personenbezogene Dienstleistungen das positive Klima. Im Bauhauptgewerbe habe sich die Euphorie abgeschwächt. Und das Nahrungsmittelgewerbe leide weiter unter dem Preiskampf mit Industrie und Discountern. Waren in dem Bereich Ende 2015 noch 90 Prozent der Betriebe zufrieden, so sind es jetzt 72,7 Prozent.

An die Politik und die Protagonisten beim Verkauf von Vattenfall gerichtet, machte Knut Deutscher klar, dass es große Unsicherheiten gebe. "Wirtschaft braucht Entscheidungssicherheit", mahnte er eine zügige und zukunftsfähige Lösung an.

Die komplette Umfrage finden Sie auf www.hwk-cottbus.de

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