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Handwerk in der Lausitz vor Umbruch

Cottbus. Das Handwerk in der Lausitz steht vor einem Generationswechsel. Tausende Betriebe vom Bäcker bis zum Dachdecker sollen in den nächsten fünf Jahren an Nachfolger übergeben werden. Christian Taubert

Allein in Südbrandenburg stehen in den nächsten fünf Jahren gut 2000 Betriebe mit rund 10 000 Arbeitsplätzen vor der Herausforderung, einen Nachfolger zu finden. Die Handwerkskammer (HWK) Cottbus verweist darauf, dass für die Firmennachfolge nur selten Familienmitglieder zur Verfügung stehen.

Deshalb verstärkt die HWK die Suche nach Führungspersönlichkeiten - auch unter Rückkehrern aus den alten Bundesländern -, die ein gut etabliertes Unternehmen übernehmen wollen. Besonders interessant sind nach Kammer-Angaben die Branchen Elek tro und Metall sowie Bau, Ausbau und Nahrungsmittel.

"Wir bieten viele Beratungen und Unterstützungsangebote an, damit möglichst viele der betroffenen Handwerksbetriebe einen Nachfolger finden", erklärt der Hauptgeschäftsführer der HWK Cottbus, Knut Deutscher. Mit Blick auf den Strukturwandel in der Lausitz sei jedes Unternehmen, das am Markt bleibt und Arbeitsplätze schafft und sichert, ein Gewinn für die Region.

Neben der Unterstützung durch Betriebsberater verweist die Pressesprecherin der Dresdner Kammer, Carolin Schneider, auf die Betriebsübergabebörse im Internet. Die Website der Handwerkskammer Dresden stehe dafür zur Verfügung, online einen Nachfolger zu finden.

Für brandenburgische wie sächsische Firmen gibt es zudem die Möglichkeit, sich auf der kostenfreien bundesweiten Online-Plattform nexxt-change.org einzutragen. Im Kammerbezirk Dresden sind es rund 3000 Betriebe, die in den kommenden fünf Jahren vor der Lösung der Nachfolgefrage stehen. die in den kommenden fünf Jahren vor der Lösung der Nachfolgefrage stehen. die in den kommenden fünf Jahren

Wie Vater und Sohn die Firmennachfolge bei G & S Stahlbau Freiwalde geregelt haben, lesen Sie:

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