Die Messlatte für das Lausitzer Handwerk liegt hoch. Das Jahr 2012 gehörte zu den besten seit der Wende, erklärte Peter Dreißig. 90 Prozent der Handwerksbetriebe hätten ihre Auftragslage mit gut bis zufriedenstellend bezeichnet. Obwohl die Prognosen auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum hindeuten, sehe er mit Optimismus auf das Jahr 2013. Die Unternehmen würden auch in diesem Jahr einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilität im Land leisten.

Sorgen würden den Handwerkern allerdings die steigenden Kosten für Energie und die neuen Rundfunkgebühren bereiten. Diese Belastungen dürften nicht am Mittelstand und den Kunden hängen bleiben. Hier sei die Politik gefordert, fügte Dreißig hinzu.

Vor allem private Investitionen würden für eine gute Auftragslage im Handwerk sorgen, betonte Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg. Die energetische Sanierung sei dabei ein wichtiger Wachstumsfaktor. Nicht so positiv beurteilte Dellmann die Lage der öffentlichen Hand. "Die Finanzkraft vieler Kommunen ist nicht mehr so stark, um notwendige Investitionen in die Infrastruktur vorzunehmen", sagte Dellmann.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) appellierte deshalb an Bund und Land, genügend Mittel für die energetische Sanierung von Schulen und Kitas zur Verfügung zu stellen.

Die 23. Handwerkermesse endete am Sonntag mit zwei Rekorden: 296 Aussteller und 11 500 Besucher sind bisherige Spitze.