Nach einem vielversprechenden Start am vorigen Wochenende hofft der Einzelhandel im Freistaat auch an diesem zweiten Advent auf klingelnde Kassen. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft erwartet der Handel ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. "Die Stimmung ist sehr positiv und die Kaufkraft ist stabil", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, Eberhard Lucas. Befürchtungen, dass sich die Stimmung wegen der Eurokrise oder der angekündigten Energiepreiserhöhungen eintrüben könnte, hätten sich bisher nicht bewahrheitet.

Auf ungebremste Kauflust hofften besonders die Branchen, die 25 bis 30 Prozent ihres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft von November bis Dezember machten. Das seien etwa Spielwaren, Uhren, Schmuck oder Parfümerie, sagte Lucas. "Der absolute Renner scheint aber die Heimelektronik zu werden." Und das betreffe alles - vom Smartphone über die Spielkonsole bis zum TV-Gerät.

"Die Erwartungshaltung ist groß, wenn das etwas winterliche Wetter anhält, dann stimmen auch die Bedingungen", sagte Lucas. Für Sachsen erwarte der Handel einen Umsatz aus dem Weihnachtsgeschäft von etwa 1,5 Prozent über dem Vorjahr. Das wären 3,5 bis 3,6 Milliarden Euro. Immer häufiger nutzen die Käufer auf der Jagd nach dem passenden Weihnachtsgeschenk das Internet. Der Online-Umsatz im Weihnachtsgeschäft werde bundesweit bei 7,4 Milliarden Euro liegen, sagte Lucas. Er sei zudem froh, dass der Streit mit Kirche und Gewerkschaften um die verkaufsoffenen Wochenenden beigelegt sei.