In den zurückliegenden 100 Tagen seit dem Einzug in die Geschäftsstelle in Raddusch (jetzt von 9 bis 18 Uhr geöffnet) hat sich dort nach Aussage von Edith Seemann aber schon einiges verändern. In einer ersten Bilanz verweist die Leiterin des Geschäftsbereiches Tourismus der GLC darauf, dass das vorhandene Team übernommen und nun von der gebürtigen Spreewälderin Annette Ernst geleitet werde. Nötig sei es zunächst gewesen, erklärt Seemann, die PC- und Telefonausstattung mit eigenen Mitteln zu erneuern und eine schnellere Datenleitung zu installieren. Damit werde eine zeitgemäßere Anbindung der Tourist-Information und bis Ende September des Online-Buchungssystems gewährleistet.

Neben einer kompletten Überarbeitung des Erscheinungsbildes des Verbandes sind auch mehr eigenständige Messeauftritte geplant. Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), der zugleich Chef des Verbandes ist, zeigt sich mit dem Start der GLC zufrieden. Aus seiner Sicht habe der Tourismusverband "nicht nur an Professionalität, sondern auch an Effizienz und Umsetzungsstärke gewonnen".

Dass Tourismusvereine wie Burg, Lübben und Cottbus die Vergabe der Geschäftsbesorgung an die GLC scharf kritisiert hatten - bis hin zum Austritt der Burger aus dem Verband - ist für Altekrüger eine offene Baustelle. Hier könne nur durch Leistung überzeugt werden, betont er. Den Kontakt zu den Vereinen zu normalisieren, wird auch Aufgabe der neuen Geschäftsführerin Annette Ernst sein.